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Alle 32 Tafeln in Sachsen-Anhalt wieder aktiv

23. 09. 2020

Die Lage der Tafeln im Land hat sich in den letzten Wochen deutlich entspannt.

 

Alle 32 Tafeln im Land sind wieder geöffnet. Auch die „Tafel Schönebeck“ musste ihre Türen für 2 Wochen verschließen, um eine neue Arbeitsstruktur nach den vorgegebenen Corona-Maßnahme-Bestimmungen zu erarbeiten. Nach 2-wöchiger Schließzeit wurde eine Notversorgung für Schönebeck und Calbe eingerichtet. Am 12. Mai 2020 konnten endlich alle Standorte wiedereröffnet werden. Die Ausgaben werden seit dem unter freiem Himmel durchgeführt, Routine und Normalität ziehen ein. Doch wir gucken mit kritischem Blick auf die Wintermonate, was unsere „Tafel Schönebeck“ wieder vor neue Herausforderungen stellt.

 

Auch Andreas Steppuhn, Landes-Vorsitzender der Tafeln Sachsen-Anhalt, äußert sich in einer Pressemitteilung zur aktuellen Situationen und den Herausforderungen der bevorstehenden Wintermonate:

 

AKTUELLE SITUATION TAFELN SACHSEN-ANHALT - COVID-19

Alle 32 Tafeln sind wieder aktiv - In den Wintermonaten warten neue Herausforderungen

Magdeburg. Die Lage bei den Tafeln im Land und damit auch die Versorgung von bedürftigen Menschen vor Ort haben sich in den letzten Wochen deutlich entspannt. Zur aktuellen Situation erklärte der Landesvorsitzende der Tafeln in Sachsen-Anhalt Andreas Steppuhn:

Mit viel Unterstützung und Solidarität ist es zunehmend gelungen, den Betrieb bei den meisten der 32 Tafeln mit ihren rund 100 Ausgabestellen im Land wieder weitestgehend sicherzustellen. Auch die am längsten geschlossene Tafel in Halle-Neustadt hat seit kurzem wieder geöffnet. Zu Beginn der Krise gab es 10 geschlossene Tafeln. Im weiteren Verlauf hatte sich die Anzahl auf 16 erhöht.

Allerdings hat sich die praktische Arbeit gravierend verändert. Oft geschieht diese jetzt mit Verteilaktionen unter freiem Himmel; zum Teil finden auch Ausgaben aus Fenstern heraus statt. Einige Tafeln haben auf Lieferdienste umgestellt; insbesondere für Senioren und besondere Risikogruppen. Alle Tafeln arbeiten nach Hygienekonzepten, die alle notwendigen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes, insbesondere die gebotenen Abstandsregeln und Kontakteinschränkungen, gewährleisten, obwohl die räumlichen Bedingungen dies oft erschweren. Hierbei sind vielfach kreative Lösungen gefunden worden, allerdings oft mit einem hohen Aufwand.

Die Tafeln konnten das nur schaffen, indem sie ihre Arbeitsstrukturen umgestellt haben. Aktuell lässt sich die Situation nur mit viel Unterstützung und Solidarität aufrechterhalten und verbessern. Die Versorgung mit Lebensmittelspenden stellt sich sowohl regional als auch wöchentlich sehr unterschiedlich dar. Deshalb hilft nach wie vor jede Lebensmittel- oder auch Geldspende.

Besonders freut es die Tafeln, dass viele junge Menschen den Weg dorthin finden und ihre ehrenamtliche Mithilfe anbieten. Die Tafeln stellen sich jetzt darauf ein, dass die Covid-19-Krise noch über Monate anhalten wird.

Die kommenden Wintermonate und damit die kältere Jahreszeit wird Tafeln vor neue Herausforderungen stellen, da Ausgaben und Warteschlangen bei Wind und Wetter unter freiem Himmel so nicht mehr möglich sein werden. Deshalb wird teilweise vor Ort nach räumlichen Alternativen gesucht. Hierbei setzt man auch auf die Unterstützung der Kommunen.

Kleines Fazit: Gerade jetzt in der Krise ist deutlich geworden: Die Tafeln werden gebraucht und sind in dieser Krise unverzichtbar und damit systemrelevant geworden. Was vielen Kundinnen und Kunden gefehlt hat, sind reale Begegnungen und die Kommunikation. Gerade älteren Menschen droht dadurch die Vereinsamung.

Sehr wenig Spenden gibt es aktuell bei den stark nachgefragten Grundnahrungsmitteln wie Nudeln und Reis sowie bei Obst und Gemüse.

Darüber hinaus ist der logistische und finanzielle Aufwand zur Verteilung der Waren deutlich höher geworden. Daher fordern die Tafeln sowohl von der Bundesregierung als auch von der Landesregierung eine staatliche Grundfinanzierung. Nur so werden die Tafeln es schaffen, zukünftig ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

Die Tafeln hatten im Jahresdurchschnitt 2019 in Sachsen-Anhalt gut 50 000 bedürftige Kunden. Nach ersten Schätzungen hat sich die Anzahl im Jahr 2020 bis dato leicht erhöht. Es wird landesweit von 3000 Neukunden ausgegangen. Einen Aufnahmestopp bei Tafeln im Land hat es nur vereinzelt und temporär gegeben. Aufgrund dessen, dass rund die Hälfte der Tafeln zu Beginn der Krise für durchschnittlich 2 bis 10 Wochen geschlossen hatten, konnten bis zu 20 000 Kunden in dieser Zeit nicht bedient werden. Insbesondere Kunden aus Risikogruppen sind zeitweise nicht von allein zur Tafel gekommen. In der Spitze betraf das bis zu ca. 5000 Kunden. Mittlerweile hat sich die Situation normalisiert, und auch ältere und kranke Kunden haben sich mit den Schutzmaßnahmen arrangiert.

Zu den Zahlen: Da es während der Krise nicht möglich war, Zahlen genau zu erfassen, handelt es sich um Schätzungen und Hochrechnungen.

 

Andreas Steppuhn

Landesvorsitzender der Tafel Sachsen-Anhalt

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Alle 32 Tafeln in Sachsen-Anhalt wieder aktiv

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