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Gekämpft und doch verloren

05.06.2019

In der Zeit vom 01.07. bis zum 31.12.2019 schließt das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum „Rainbow“ in Schönebeck.

 

Diese Schließung bedeutet, dass ein langer Kampf um die Offene Jugendarbeit erst einmal verloren ist. „Wir haben die Reißleine gezogen“ sagt Geschäftsführerin Ines Grimm-Hübner, „die pädagogische Arbeit, die wir leisten müssen und wollen, ist mit der Finanzierung seit dem 01.01.2019 nicht mehr möglich.

 

Aus diesem Grund haben wir einen Antrag zur Umwidmung von Personal- und Sachkosten vom Jugendclub „Rainbow“ auf das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum „Teen Club“ gestellt. Gestern hat der Jugendhilfeausschuss SLK in einer Sondersitzung diesem Antrag zugestimmt.

 

„Die Entscheidung für Barby und gegen Schönebeck ist uns nicht leicht gefallen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des AWO Kreisverbandes Salzland e.V. Mario Kannegießer. In Barby würden die Kinder und Jugendlichen vor dem nichts stehen, in Schönebeck gibt es wenigstens noch 4 weitere Zentren und Clubs , die genutzt werden können.

 

Für die bisherigen Nutzer des Jugendclubs „Rainbow“ bedeutet dies, dass sich die offenen Türen am 28.06.2019 das letzte Mal in diesem Jahr öffnen.

 

Doch wir werden an allen Stellen kämpfen, um die Finanzierung der Offenen Jugendarbeitdie so wichtig für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist,  auf auskömmlichere Füße zu stellen. An erster Stelle steht die Suche nach Drittmitteln, die uns erst einmal Zeit verschaffen, um mit Landespolitikern für eine bessere, eine auskömmlichere Finanzierung zu streiten.

Aber auch um mit mit dem Jugendhilfeausschuss SLK und dem Unterausschuss Jugendhilfeplanung die Verteilung  der derzeit zur Verfügung stehenden Mittel in allen Sozialräumen des Salzlandkreises neu zu strukturieren. Dazu wird es Sozialkonferenzen und im Herbst eine Klausurtagung geben.

 
 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Gekämpft und doch verloren