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Klimafreundlich pflegen

01.04.2019

... wir für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder!

 

Klimawandel ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein humanitäres Thema!

Schon heute  sind die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Nicht nur ökologische Schäden, sondern auch humanitäres Elend und Flucht aus der Heimat sind damit eng verbunden.

 

Die AWO hat sich deshalb bereits 2016 in einem Bundeskonferenzbeschluss zu dem Pariser Klimaschutzzielen bekannt und dabei auch die eigene Verantwortung für das Erreichen der Ziele unterstrichen.

Um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen, sind alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche gefordert.

 

Der AWO Bundesverband fand in Zusammenarbeit mit der Firma Viabono und mehreren AWO-Einrichtungen heraus, dass ein durchschnittlicher Pflegeplatz pro Jahr rund 8 Tonnen CO2 verursacht. Gemessen an den Pariser Klimaschutzzielen muss dieser Wert bis 2050 um fast 90% auf eine Tonne pro Jahr gesenkt werden.

 

Um sich der Frage nach der Umsetzung besser zu stellen, hat die AWO Anfang 2018 das Projekt "klimafreundlich pflegen" initiiert. Auch unser AWO Seniorenwohnpark „An der Stadtmauer“ ist eine von vielen AWO-Einrichtungen, die bundesweit an diesem Projekt teilnehmen.

Gemeinsam werden Strategien und Maßnahmen entwickeln, um spürbare CO2-Einsparungen herbeizuführen.

 

Die Klimaschutzpläne zur CO2-Senkung berücksichtigen aber nicht nur die Senkung von Strom- und Heizkosten, sondern auch die Anfahrten der Mitarbeiter, die Verpflegung der Bewohner*innen, die Vermeidung bzw. Reduzierung von Abfall und die Senkung des Einsatzes von Verbrauchsmaterialien.

Nach der Evaluation aller notwendigen Daten unserseits wurden diese mit den anderen Einrichtungen verglichen und ein sogenannter  "AWO-Fußabdruck" erstellt.

 

Auf der Grundlage der eingereichten Verbrauchsdaten für das Jahr 2017 erhielten wir unser CO2-Zertifikat. Mit 6,524 t CO2 belegen wir Platz 6 von bisher 50 teilnehmenden AWO- Einrichtungen. 

Um den Vergleich zu anderen Einrichtungen deutlich zu machen, wird das Modell der „Klimaeffizienzklassen“ genutzt: von "A", wie „klimafreundlich“, bis "F", wie "klimaschädlich“ . Unser Seniorenwohnpark erhielt die Klimaeffizienzklasse B.

 

Nun ist unsere Aufgabe herauszufinden, wo und wie wir uns weiter verbessern können. Außerdem werden Ziele erarbeitet, die wir hier vor Ort auch umsetzen können.

 

Unsere gesetzten Ziele bis 2020

  • Senkung des Papierverbrauchs (absolute Zahl) um 25% im Vergleich zu 2017
  • Verpackungsmaterialien bis Ende 2020 weiter reduzieren.
  • Stromverbrauch (kwh pro Bewohner*innenplatz) bis Mitte 2020 reduzieren
  • Bewusstsein der Mitarbeitenden für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen bis Ende 2019 erhöhen
  • Reduzierung der Restabfallmenge bis Ende 2019 im Vergleich zu 2017
  • Reduzierung des Fleischverbrauchs um 50% bei den kalten Mahlzeiten bis Ende 2019

 

Das Projekt wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert und läuft bis Ende 2020.

 

Foto: Zertifikat Fußabdruck